Das Psychologieberufegesetz PsyG

Am 1. April 2013 ist das Bundesgesetz über die Psychologieberufe (PsyG) in Kraft getreten. Damit sollten laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) die gesundheitspolitisch wichtigen Psychologieberufe gesamtschweizerisch verbindliche Standards in der Aus- und Weiterbildung sowie der Berufsausübung erhalten. Psychotherapie zählt damit seit Einführung des PsyG zu den Psychologieberufen.

Der Regelung der Psychologieberufe – und damit der Psychotherapie – liegt ein jahrzehntelanger politischer, komplizierter Werdegang zugrunde. Einerseits sollten die öffentliche Gesundheit und der Konsumentenschutz verbessert werden. Klare Berufsbezeichnungen und geschützte Weiterbildungstitel sollten andererseits die Qualität der Berufsausübung sicherstellen. Das bedeutet, dass das PsyG die Aus- und Weiterbildung von Psychotherapeut/innen regelt. Der Anspruch an die Vereinheitlichung der Berufsausübungsbestimmungen auf Bundesebene ist es, für eine gesamtschweizerisch gleichmässig hohe Qualität im psychotherapeutischen Bereich zu sorgen.

Einer der Kernpunkte des neuen Gesetzes sind die Anforderungen an die Studierenden. Alle Kandidat/innen, die eine Weiterbildung in Psychotherapie beginnen möchten, müssen neu ein abgeschlossenes Psychologiestudium vorweisen, damit sie zur Weiterbildung zugelassen werden.

Als Konsequenz des PsyG wurden die in der Schweiz tätigen 60 Weiterbildungsinstitutionen zunächst provisorisch akkreditiert. Um ordentlich akkreditiert zu werden, müssen sie ihre Weiterbildungen in einem aufwändigen Akkreditierungsverfahren den Qualitätskriterien des PsyG anpassen, was für einige von ihnen bedeutet, dass sie ihr Curriculum von Grund auf neugestalten müssen. Der Akkreditierungsprozess hat jedoch nicht nur Nachteile. Viele der beteiligten Institute bescheinigen dem Akkreditierungsverfahren auch ein Überdenken eingeschliffener Abläufe.

Mit dem Konzept ASP Integral ist die ASP stark in den Akkreditierungsprozess involviert. Als verantwortliche Organisation begleitet sie sieben Weiterbildungsinstitutionen, die in einem gemeinsamen Projekt ihre Vertiefungsrichtungen einheitlich gestalten.