Akkreditierung der Weiterbildungsinstitutionen

Die Einführung des Psychologieberufegesetzes (PsyG) verlangt, dass sich in der Schweiz alle 60 vorläufig provisorisch akkreditierten Weiterbildungsinstitutionen definitiv akkreditieren lassen. Alle Institute werden auf Herz und Nieren geprüft und müssen für das Prüfungsverfahren mehrere Instanzen durchlaufen.

Im Leitfaden des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) heisst es: «Ziel der Akkreditierung ist festzustellen, ob die Weiterbildungsgänge mit den gesetzlichen Anforderungen übereinstimmen.» Die entsprechenden Bildungsangebote müssen laut BAG so ausgestaltet sein, dass sie den Weiterzubildenden die gesetzlich festgelegten Weiterbildungsziele ermöglichen. Die Weiterbildungsgänge müssen genau definierte Qualitätsstandards erfüllen und die vorgegebenen Einheiten an Therapietheorie, Selbsterfahrung, Supervision und Berufspraxis anbieten. Dieser Akkreditierungsprozess ist für alle Institute sehr aufwändig und auch kostenintensiv.

In Zusammenarbeit mit der ASP haben sieben Institutionen mit provisorisch akkreditierten Weiterbildungsgängen ein methodenübergreifendes Konzept entwickelt: ASP Integral. Ausgehend von einem gemeinsamen Verständnis von Psychotherapie arbeiten damit erstmals in der Schweiz mehrere Weiterbildungsinstitutionen mit unterschiedlichen Ansätzen eng zusammen, sowohl in Bezug auf die Qualitätssicherung, als auch gemeinsamen Lehrangeboten in schulenübergreifenden Fächern. Als verantwortliche Organisation ist die ASP stark in den Akkreditierungsprozess involviert. Alle beteiligten Institute bescheinigen, dass das gemeinsame Vorgehen zwar ein intensiver aber auch spannender Lernprozess ist, von dem alle Beteiligten profitieren können. Interessierte finden weitere Informationen zum Konzept unter ASP Integral.

Der Akkreditierungsprozess soll bis 2018 abgeschlossen sein. Ob alle Weiterbildungsinstitutionen akkreditiert werden, was wir ausnahmslos allen wünschen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Da das Verfahren alle sieben Jahre wiederholt werden muss, haben Institute, die vorläufig nicht akkreditiert werden Gelegenheit, sich für den nächsten Akkreditierungsprozess fit zu machen.